Strukturierte Daten und Schema Markup richtig einsetzen.
Schema ist kein Ranking-Trick. Ich nutze strukturierte Daten, um Seiteninhalte maschinenlesbar sauber zu beschreiben und nur dort Rich-Result-Chancen zu schaffen, wo Google den jeweiligen Typ aktuell tatsächlich unterstützt.
Strukturierte Daten geben Suchmaschinen explizite Hinweise über die Bedeutung einer Seite. Ich verwende dafür in der Regel Schema.org-Vokabular im JSON-LD-Format. Das kann Google helfen, Inhalte besser einzuordnen und bestimmte Rich Results überhaupt erst zu ermöglichen.
Ein korrektes Markup garantiert aber weder ein Rich Result noch ein besseres Ranking. Google entscheidet selbst, ob eine besondere Darstellung für die konkrete Suche sinnvoll ist.
Grundregel
Ich markiere nur Inhalte, die auf der Seite tatsächlich sichtbar und inhaltlich zutreffend sind. Schema darf keine zweite, schönere Version der Realität erfinden.
Welche Schema-Typen ich häufig sinnvoll finde
Article
Für echte redaktionelle Wissens- und Fachinhalte, wenn der Seitentyp passt.
BreadcrumbList
Beschreibt die Position einer Seite innerhalb der sichtbaren Seitenhierarchie.
Organization / LocalBusiness
Für passende Unternehmens- und Standortinformationen – nicht blind auf jeder Unterseite.
Product, Event, Video & Co.
Nur wenn der sichtbare Hauptinhalt und Googles aktuelle Richtlinien wirklich dazu passen.
Warum ich für Google meist JSON-LD bevorzuge
Google unterstützt JSON-LD, Microdata und RDFa und empfiehlt JSON-LD. Für mich ist das meist die sauberste Variante, weil Markup und sichtbares HTML getrennt gepflegt werden können, ohne die semantische Aussage zu verstecken.
Wichtig ist trotzdem die Synchronität: Wenn sich Preis, Autor, Veranstaltung oder andere sichtbare Angaben ändern, müssen strukturierte Daten mitziehen. Ein technisch valides JSON-LD kann inhaltlich trotzdem falsch sein.
Schema wird nicht einmal eingebaut und dann vergessen
Ich teste Implementierungen mit dem Rich Results Test und kontrolliere nach dem Deployment über URL-Prüfung beziehungsweise Search-Console-Berichte, ob Google das Markup so verarbeitet wie erwartet.
Vor dem LaunchSyntax, erforderliche Eigenschaften und tatsächliche Sichtbarkeit des markierten Inhalts prüfen.
Nach dem LaunchFehler, Template-Änderungen und eingestellte Google-Funktionen regelmäßig im Blick behalten.
Was bei Schema Markup inzwischen veraltet ist
Google räumt seine Suchdarstellungen regelmäßig auf. 2025 wurden unter anderem Rich-Result-Unterstützungen für Book Actions, Course Info, Claim Review, Estimated Salary, Learning Video, Special Announcement und Vehicle Listing eingestellt. FAQ-Rich-Results wurden 2026 ebenfalls abgekündigt. Das zeigt, warum ich nicht aus einer alten Schema-Checkliste möglichst viele Typen einbaue.
FAQ-Schema als Standard-SEO-Trick: überholt; die Google-Suchfunktion wurde 2026 eingestellt.
HowTo-Rich-Results: bereits seit 2023 aus Google Search entfernt.
Sitelinks Search Box Markup: seit Ende 2024 ohne entsprechende Google-Suchdarstellung.
„Mehr Schema = besser“: falsch. Relevanz und Aktualität sind wichtiger als Menge.
Typische Fehler, die ich vermeide
Markup beschreibt Inhalte, die Nutzer auf der Seite nicht sehen.
Ein unpassender Schema-Typ wird nur wegen eines erhofften Rich Results gewählt.
Veraltete Rich-Result-Typen werden aus alten Plugins unverändert weiter ausgegeben.
Mehrere Templates erzeugen widersprüchliche Angaben zu derselben Entität.
Schema.org wird mit Googles tatsächlicher Rich-Result-Unterstützung gleichgesetzt. Google unterstützt nur einen Teil der möglichen Typen für besondere Suchdarstellungen.
Häufige Fragen
Verbessert Schema direkt das Ranking?
Nein. Strukturierte Daten können Google beim Verständnis helfen und Rich Results ermöglichen, sind aber kein garantierter Rankingboost.
Muss jede Seite Schema haben?
Nein. Ich setze Markup dort ein, wo es den tatsächlichen Seitentyp sinnvoll beschreibt.
Reicht ein grüner Rich Results Test?
Nein. Der Test prüft vor allem technische Voraussetzungen. Google garantiert trotzdem keine besondere Darstellung in den Suchergebnissen.