Vom Crawling bis zur Indexierung: drei unterschiedliche Schritte
Eine Seite kann erreichbar sein und trotzdem nicht sauber indexiert werden. Google beschreibt für JavaScript-Seiten drei Phasen: Crawling, Rendering und Indexierung. Genau diese Trennung ist wichtig, wenn ich technische SEO-Probleme analysiere.
Beim Crawling geht es zunächst um Erreichbarkeit und Links. Beim Rendering wird die Seite mit Chromium ausgeführt. Erst danach kann Google den gerenderten Inhalt für die Indexierung verwenden. Wenn Inhalte erst nach einer Nutzeraktion erscheinen, kann das problematisch werden, weil Google nicht wie ein Mensch durch die Seite klickt oder scrollt.
Ich teste nicht nur den Quellcode. Bei JavaScript-Seiten prüfe ich auch das gerenderte HTML mit URL-Prüfung oder Rich Results Test.
Die technischen Signale, die zuerst stimmen müssen
200 für echte Seiten, 301/308 für dauerhafte Umzüge und 404/410 für entfernte Inhalte.
Hilft Google, bei ähnlichen oder doppelten URLs die bevorzugte Version zu verstehen.
Steuern unterschiedliche Dinge: Crawling und Indexierung dürfen nicht verwechselt werden.
Wichtige Seiten brauchen echte crawlbare Links und dürfen nicht nur über JavaScript-Aktionen erreichbar sein.
JavaScript SEO: Google kann viel rendern, aber das ist kein Freifahrtschein
Google führt JavaScript mit einer Evergreen-Version von Chromium aus. Trotzdem empfehle ich, wichtige Inhalte und Links möglichst robust auszuliefern. Serverseitiges oder statisches Rendering kann Nutzer und Crawler entlasten und verhindert, dass Kerninhalte von einem fehlerfreien Client-Rendering abhängen.
Besonders kritisch sind Inhalte, die erst nach Klick, Scroll oder anderen Interaktionen geladen werden. Lazy Loading sollte so umgesetzt sein, dass relevante Inhalte geladen werden, sobald sie in den Viewport kommen – nicht erst nach einer Nutzeraktion.